Kommunikation

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Wenn Kinder im Fußball „stören“ und was dahinterstecken kann

Impulse für Eltern und Trainer*innen im Kinder- und Jugendfußball

In einem meiner letzten Workshops stellte ein Trainer eine spannende Frage:

„Ich habe einen Spieler, der immer wieder stört. Wie kann ich das den Eltern zurückmelden?“

Und genau an diesem Punkt musste ich länger nachdenken. Denn auffälliges Verhalten lässt sich selten einfach an die Eltern „abgeben“. So einfach ist es meistens nicht.

Denn Kinder verhalten sich selten grundlos auffällig. Und bevor Verantwortung hin- und hergeschoben wird, lohnt sich oft erst einmal ein gemeinsamer Blick auf die gesamte Situation.

Im heutigen Blogartikel gehe ich den Fragen nach …

  • Was steckt hinter dem Verhalten?
  • Welche Rolle spielen Familie, Mannschaft und Trainerteam?
  • Und welche kleinen Veränderungen könnten bereits etwas bewirken?

Denn gerade im Kinder- und Jugendfußball schauen wir oft sehr schnell auf das Verhalten selbst und viel zu selten auf das, was dahinterliegt.

Bevor ich tiefer ins Thema einsteige, ist mir allerdings eines wichtig:

Ich bin keine Pädagogin oder Verhaltenstherapeutin. Ich teile hier meine persönlichen Erfahrungen als Mutter zweier mittlerweile erwachsener Kinder und aus meinem beruflichen Kontext im Kinder- und Jugendfußball. Natürlich gibt es auch Situationen, in denen auffälliges Verhalten tiefergehende Ursachen hat und fachliche Unterstützung sinnvoll oder notwendig ist.

Mir geht es vielmehr um die vielen alltäglichen Situationen, in denen bereits kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen können wie

  • klarere Kommunikation
  • verständliche Regeln
  • mehr Aufmerksamkeit
  • und ein besseres Verständnis für individuelle Bedürfnisse.

Deshalb verstehe meine Gedanken bitte als Impulse und Anregungen.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva, Bild KI generiert

Wie sieht dein Ehrenamt 2030 aus?

Warum der Blick nach vorne unsere Selbstwirksamkeit stärkt

Neulich saß ich wieder in einem Workshop mit Engagierten aus dem Fußball, in dem die meisten Teilnehmenden zwischen 16 bis Mitte 20 waren. Und wie so oft ging es irgendwann um das Ehrenamt. Um volle Kalender. Um Trainer, Jugendleitungen und Vorstände, die seit Jahren immer mehr auffangen. Und auch um zu wenig Eltern, die mit anpacken.

Kurz gesagt: Es ging um Überlastung.

Ein Thema, das gerade überall präsent ist. Nicht nur im Sportverein, sondern eigentlich in fast allen gesellschaftlichen Bereichen. Viele Menschen fühlen sich erschöpft, unsicher oder dauerhaft unter Druck. Und natürlich macht das auch vor dem Ehrenamt nicht Halt.

Gleichzeitig habe ich in diesen Gesprächen etwas beobachtet, das mich beeindruckt und nachdenklich gemacht hat.

Denn während viele ältere Engagierte oft sehr stark im Problem bleiben, richten gerade junge Menschen erstaunlich häufig den Blick nach vorne.

Klar, sie klagen auch, richten den Fokus jedoch mehr darauf, wie sie die Situation verändern können.

Da wird dann erzählt:

„Beim Elternabend hat sich erst niemand gemeldet. Dann haben wir nochmal klar erklärt, warum wir Unterstützung brauchen, dass wir das alleine nicht schaffen und was genau zu tun ist. Und plötzlich haben Leute Aufgaben übernommen.“

Vielleicht nicht immer diplomatisch formuliert, aber eben lösungsorientiert.

Und ich merke immer wieder: Genau darin steckt eine enorme Kraft.

In diesem Blogartikel geht es darum, warum genau dieser Perspektivwechsel so wichtig ist. Warum Aussagen wie „Wir brauchen mehr Unterstützung“ oft zu unklar bleiben. Warum Zukunftsbilder unsere Selbstwirksamkeit stärken. Weshalb Zuversicht gerade im Ehrenamt eine enorme Kraft entfalten kann. Und wie dir die Frage „Wie soll Ehrenamt 2030 eigentlich aussehen?“ dabei helfen kann.

Read More

Ehrenamt braucht neue Rahmenbedingungen

Im Gespräch mit Lykka Maibaum

In meinem Podcast spreche ich immer wieder darüber, wie wichtig gute Kommunikation, klare Strukturen und echte Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendfußball sind. In dieser Episode durfte ich mit einer jungen Frau sprechen, die genau dafür steht: Lykka Maibaum. Sie ist 19 Jahre alt, spielt beim FSV Hansa 07 und engagiert sich seit ihrem 13. Lebensjahr ehrenamtlich als Jugendtrainerin. Für dieses Engagement wurde sie im Oktober 2025 als Ehrenamtliche im Berliner Sport ausgezeichnet.

Kennengelernt habe ich Lykka im Dezember bei der Veranstaltung Ehrenamt mittendrin – Engagement im Berliner Sport des Landessportbundes Berlin. Schon dort hat mich ihre Klarheit beeindruckt. In unserem Gespräch wurde schnell deutlich: Ehrenamt funktioniert heute nicht mehr nach alten Mustern.

Wer junge Menschen gewinnen und langfristig binden möchte, muss Aufgaben, Strukturen und Ansprache neu denken.

Warum Vereine dabei nicht nur mehr Engagierte brauchen, sondern vor allem bessere Bedingungen schaffen müssen, erfährst du in diesem Blogartikel.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Alle wollen das Beste und trotzdem kracht’s

Wie du mit klaren Erwartungen Elternarbeit entspannter und wirksamer gestaltest

„Wir sprechen so viel mit den Eltern und trotzdem läuft es bei uns nicht gut.“ Oder: „Kann ich klar sagen, was ich von Eltern erwarte?“

Das sind zwei typische Aussagen von Trainer*innen, die ich auch in meinen Workshops gehört habe. Bei näherer Betrachtung kommt schnell heraus: Es geht um Erwartungen und Erwartungshaltungen. Denn über diese wird in den meisten Fällen nicht klar miteinander gesprochen. Sie werden teils vorausgesetzt und führen dann nicht zum gewünschten Ziel. Übrigens auf beiden Seiten.

Da uns das Thema nicht nur im Kinder- und Jugendfußball, sondern überall in unserem Leben begegnet, möchte ich in meinem heutigen Blogartikel darüber schreiben, was genau Erwartungen sind, warum du deine Erwartungen kennen solltest und warum es wichtig ist, sie klar zu formulieren.

Elternarbeit im Kinder- und Jugendfußball ist ein sensibles Feld. Nicht, weil Eltern grundsätzlich schwierig wären, sondern weil hier Emotionen, Hoffnungen und Erwartungen aufeinandertreffen. Und zwar häufig unausgesprochen.

Alle wollen im Kern dasselbe:

  • dass Kinder Spaß haben
  • sich entwickeln
  • sich wohlfühlen

Und trotzdem knirscht es immer wieder am Spielfeldrand, nach Spielen, in WhatsApp-Gruppen.

Für mich stellt sich daher die Frage:
Warum fällt es uns so schwer, Erwartungen in der Elternarbeit klar zu benennen, obwohl sie so viel verändern können?

Bevor wir uns die Frage näher anschauen, lass uns damit beginnen, was Erwartungen überhaupt sind.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Warum der Elternabend nach der Winterpause so wichtig ist

Diese Checkliste macht deinen Elternabend einfacher und wirkungsvoller

Die Winterpause neigt sich dem Ende zu, einige sind schon in den ersten Spielen der Rückrunde, andere setzen aufgrund des Wetters noch aus. Wenn du ihn nicht schon geplant hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt über den nächsten Elternabend nachzudenken. Denn die Zeit bis zum Saisonende ist nicht lang. Und neben den immer gleichen Themen des Spielbetriebs, geht es bei zahlreichen Spieler*innen und deren Eltern um die Frage, wie es denn weitergeht. Beide Nachfragen kannst du mit einem informativen Elternabend reduzieren und dadurch auch deine Nerven schonen.

In diesem Blogartikel zeige ich dir, wie du ohne großen Aufwand einen Elternabend nach der Winterpause vorbereitest, der dir …

  • Struktur gibt
  • Sicherheit schafft
  • und eure Zusammenarbeit spürbar verbessert.

Denn ein gut geplanter Elternabend kann richtig Spaß machen und ist die halbe Miete für eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern und eine entspannte zweite Saisonhälfte. Und auch für diejenigen, die den Elternabend eher als lästiges Übel sehen, habe ich ein paar Impulse.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Warum Priorisieren in der Elternarbeit so wichtig ist

3 Impulse, wie es dich in deiner Arbeit entlastet

Im letzten Blogartikel 2025, habe ich darüber geschrieben, wie hilfreich es ist, sich und seine Arbeit regelmäßig zu reflektieren. Für mich bedeutet es, ich schaue, was ich ins neue Jahr mitnehme, was nicht, was vielleicht ausgedient hat, was ich verändern möchte und was ich aber auch neu starten möchte. Und das sind oftmals viele, schöne Dinge.

Und du kennst das bestimmt auch …

Schnell sind mehr Aufgaben und gute Vorsätze auf der To Do-Liste, als uns gut tun und wir schaffen, Ich habe aus den letzten Jahren gelernt und damit ich mich darin nicht verzettle, priorisiere ich meine Arbeit. Und das hilft mir, Klarheit einerseits zu schaffen und anderseits in die Umsetzung zu kommen, ohne im Meer unbearbeiteter Aufgaben zu versinken.

In diesem Blogartikel schreibe ich darüber, was Priorisierung bedeutet, nenne dir drei Impulse, wie
du Aufgaben in der Elternarbeit periodisieren kannst und zeige dir ein konkreten Tools, das dir
dabei hilft.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Reflexion ist für mich ein MUSS!

Warum ich meine Arbeit reflektiere und was du daraus für dein Ehrenamt mitnehmen kannst!

Wir sind mitten im Dezember und das ist heute die letzte Blogartikel in diesem Jahr. Der Dezember ist für mich immer die Zeit, in der ich ein bisschen langsamer werde, meinen Schreibtisch aufräume, Liegengebliebenes abarbeite und zurückschaue: Was ist dieses Jahr eigentlich alles passiert? Was lief gut, was war herausfordernd? Und was nehme ich mit ins nächste Jahr?

Genau darum soll es heute gehen. Ich nehme dich ein Stück mit hinter die Kulissen meiner Arbeit und zeige dir, warum Reflexion nicht nur ein schöner Jahresabschluss ist, sondern ein echtes Werkzeug, das auch deine Vereinsarbeit leichter, klarer und wirksamer macht und das du auch zum jedem anderen Zeitpunkt im Jahr anwenden kannst und solltest.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Einmal tief durchatmen!

Warum Trainer*innen  vor Elterngesprächen bewusst innehalten sollten

Zu dem heutigen Thema haben mich die Teilnehmenden meines letzten Online-Workshops
„Nimm die Luft raus! – Wie du schwierige Gespräch gelassen führen kannst“ inspiriert. Denn eines wurde im Austausch mit den Teilnehmenden besonders deutlich: Ruhe in stressigen Momenten ist kein Zufall – sie ist trainierbar.

Read More

Ohne Nachwuchs kein Ehrenamt

So kannst du junge Ehrenamtliche langfristig binden

Der Amateursport lebt vom Engagement seiner Ehrenamtlichen – doch gerade junge Menschen brauchen heute andere Rahmenbedingungen, damit sie motiviert und langfristig dabeibleiben. In diesem Blogartikel geht es darum, wie Vereine und Eltern junge Ehrenamtliche stärken, unterstützen und an den Sport binden können, damit ihre Begeisterung erhalten bleibt.

Letzte Woche durfte ich 46 jungen Menschen einen Einblick in die Elternarbeit geben. Sie erwerben bei der Thüringer Sportjugend im Landessportbund Thüringen die DOSB-Jugendleiter*innenlizenz. Zwischen 16 und Anfang 20 Jahre alt, kommen sie aus den unterschiedlichsten Sportarten: Basketball, Volleyball, Schwimmen, Radsport, Fußball, Karate und vielen mehr. In ihren Vereinen arbeiten sie als FSJler*innen und absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr. Einige kennen ihren Verein bereits gut, weil sie dort schon zuvor als Trainerinnen oder Betreuerinnen aktiv waren – eine Teilnehmerin sitzt sogar im Vorstand ihres Vereins. Andere wiederum sind erst durch ihr FSJ in die Vereinswelt hineingewachsen und hatten bisher kaum Berührungspunkte mit Eltern.

Was sie alle eint, ist ihre Leidenschaft für das, was sie tun und das hat mich sehr beeindruckt.

Read More

InsNetzgegangen_Jugendfußball_Elternarbeit©Canva

Das Ehrenamt braucht Kreativität

So findest du Ehrenamtliche

Ich war vor 2 Wochen beim Berliner Fußball-Verband und habe zusammen mit Gerd Thomas, Vorsitzender von FC Internationale Berlin, einen Impulsvortrag gehalten. Thema war Kommunikation zur Stärkung des Ehrenamts. Es waren knapp 30 Teilnehmende aus Vereinen und Verband unterschiedlichen Alters dabei. Nach dem ich einige Impulse vorgestellt habe, haben wir Raum gelassen, um uns auszutauschen und hinzuhören, was den einzelnen Menschen aktuell beschäftigt. Unser Angebot wurde erfreulicherweise dankbar angenommen.

Ein Gedanke, der mich persönlich angesprochen hat, war der, wie die Einbindung und Mitgestaltung in die Vereins- und Mannschaftsarbeit ermöglicht werden kann. Was genau damit gemeint ist und wie das im Einzelnen aussehen kann, erfährst du in diesem Blogartikel.

Read More