Fußball

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Warum Sinn der Schlüssel für deine Elternarbeit ist

Eltern helfen eher, wenn sie den Mehrwert für ihr eigenes Kind erkennen

Ich habe letzte Woche ein Gespräch mit unserer Tochter geführt, wie wichtig es ihr ist, dass ihre Arbeit sinnstiftend ist. dass sie weiß, warum sie bestimmte Dinge macht, was sie mit ihrer Arbeit erreichen kann, aber auch dafür wertgeschätzt wird. Dabei fühlte ich mich sehr an mein Gespräch mit Lykka Maibaum erinnert, die auch betonte, dass Ehrenamtliche nicht wegen ihrer Aufgabe im Verein bleiben, sondern weil sie sich wohlfühlen, weil sie Spaß und Leidenschaft mit ihrem Engagement verbinden, Anerkennung für ihr Tun erhalten und Gestaltungsspielraum bekommen. 

Etwas, was sich auch auf die Elternarbeit übertragen lässt. Denn im Kinder- und Jugendfußball sprechen wir oft darüber, wie wir Eltern besser einbinden können. Doch viele Maßnahmen greifen zu kurz. Warum? Weil wir häufig vergessen, den entscheidenden Punkt klarzumachen: den Sinn.

Denn anders als Trainer*innen arbeiten Eltern nicht wegen Geld oder Karriere im Verein mit. Wenn sie sich engagieren, dann freiwillig. Und freiwilliges Engagement braucht vor allem eines: Bedeutung.

In diesem Blogartikel zeige ich dir, warum Sinnstiftung der wichtigste Hebel in deiner Elternarbeit ist und wie du ihn konkret nutzen kannst.

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Bye, bye Christian

Ein diverser Vorstand entsteht nicht zufällig

Letzten Monat war ich im Rahmen der Lit.Cologne bei einer Lesung, und sie hieß “Bye Bye Thomas”. Da ging es um Machtverhältnisse und u.a. darum, dass immer ein Thomas, den gleichen Thomas als Nachfolge wählt, meistens in seinem eigenen Netzwerk sucht, gar nicht über den Tellerrand guckt und damit eben Vielfalt und neue Blickwinkel total schwierig sind.

Marie-Christine Knop, eine Moderatorin, die ich wirklich schätze und liebe und zu deren Veranstaltung ist super, super gerne gehe, hat dazu die Journalistin Eva Thöne, Anna Sophie Herken, Vorständin der GIZ und ehemalige Allianz-Managerin und die Grünen-Politikerin Ricarda Lang interviewt. Ich fand dieses Thema total spannend und während ihr so zuhörte, kam mir der Gedanke, dass sich das auch in den Vereinen wiederfindet. 

Zum Beispiel dann, wenn es um die Nachfolge geht. Da wird ganz schnell auch immer im gleichen Gewässer gefischt und wenn sich jemand findet, ist es meist ein ähnlicher Typ wie der Vorgänger. Die Bestrebungen sind bei vielen nach einem ähnlichen Nachfolger zu suchen. Etwas, was wir ja aus der Wirtschaft schon sehr, sehr lange kennen.

In Führungspositionen in den Vorständen der 160 DAX-Unternehmen sitzen 555 Männer. Und davon sind aber nur 136 Frauen. Und es gibt mehr CEOs, die Christian heißen, als es Frauen an der Spitze gibt.

Und das ist etwas, was eben ein Fakt ist. 

Ich habe aus dem Abend ein paar Anregungen mitgenommen, die ich heute mit dir teilen möchte. Vielleicht lassen sie dich weiterdenken und du nimmst etwas für deine Arbeit mit.

Um einen diversen Vorstand zu gewinnen, reicht es nicht, einfach „offen zu sein“. Vereine müssen aktiv Strukturen verändern und gezielt Menschen ansprechen, die bisher oft außen vor bleiben. Ich habe ein paar Impulse mitgebracht, die euch dabei helfen.

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Ehrenamt braucht neue Rahmenbedingungen

Im Gespräch mit Lykka Maibaum

In meinem Podcast spreche ich immer wieder darüber, wie wichtig gute Kommunikation, klare Strukturen und echte Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendfußball sind. In dieser Episode durfte ich mit einer jungen Frau sprechen, die genau dafür steht: Lykka Maibaum. Sie ist 19 Jahre alt, spielt beim FSV Hansa 07 und engagiert sich seit ihrem 13. Lebensjahr ehrenamtlich als Jugendtrainerin. Für dieses Engagement wurde sie im Oktober 2025 als Ehrenamtliche im Berliner Sport ausgezeichnet.

Kennengelernt habe ich Lykka im Dezember bei der Veranstaltung Ehrenamt mittendrin – Engagement im Berliner Sport des Landessportbundes Berlin. Schon dort hat mich ihre Klarheit beeindruckt. In unserem Gespräch wurde schnell deutlich: Ehrenamt funktioniert heute nicht mehr nach alten Mustern.

Wer junge Menschen gewinnen und langfristig binden möchte, muss Aufgaben, Strukturen und Ansprache neu denken.

Warum Vereine dabei nicht nur mehr Engagierte brauchen, sondern vor allem bessere Bedingungen schaffen müssen, erfährst du in diesem Blogartikel.

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Alle wollen das Beste und trotzdem kracht’s

Wie du mit klaren Erwartungen Elternarbeit entspannter und wirksamer gestaltest

„Wir sprechen so viel mit den Eltern und trotzdem läuft es bei uns nicht gut.“ Oder: „Kann ich klar sagen, was ich von Eltern erwarte?“

Das sind zwei typische Aussagen von Trainer*innen, die ich auch in meinen Workshops gehört habe. Bei näherer Betrachtung kommt schnell heraus: Es geht um Erwartungen und Erwartungshaltungen. Denn über diese wird in den meisten Fällen nicht klar miteinander gesprochen. Sie werden teils vorausgesetzt und führen dann nicht zum gewünschten Ziel. Übrigens auf beiden Seiten.

Da uns das Thema nicht nur im Kinder- und Jugendfußball, sondern überall in unserem Leben begegnet, möchte ich in meinem heutigen Blogartikel darüber schreiben, was genau Erwartungen sind, warum du deine Erwartungen kennen solltest und warum es wichtig ist, sie klar zu formulieren.

Elternarbeit im Kinder- und Jugendfußball ist ein sensibles Feld. Nicht, weil Eltern grundsätzlich schwierig wären, sondern weil hier Emotionen, Hoffnungen und Erwartungen aufeinandertreffen. Und zwar häufig unausgesprochen.

Alle wollen im Kern dasselbe:

  • dass Kinder Spaß haben
  • sich entwickeln
  • sich wohlfühlen

Und trotzdem knirscht es immer wieder am Spielfeldrand, nach Spielen, in WhatsApp-Gruppen.

Für mich stellt sich daher die Frage:
Warum fällt es uns so schwer, Erwartungen in der Elternarbeit klar zu benennen, obwohl sie so viel verändern können?

Bevor wir uns die Frage näher anschauen, lass uns damit beginnen, was Erwartungen überhaupt sind.

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Warum der Elternabend nach der Winterpause so wichtig ist

Diese Checkliste macht deinen Elternabend einfacher und wirkungsvoller

Die Winterpause neigt sich dem Ende zu, einige sind schon in den ersten Spielen der Rückrunde, andere setzen aufgrund des Wetters noch aus. Wenn du ihn nicht schon geplant hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt über den nächsten Elternabend nachzudenken. Denn die Zeit bis zum Saisonende ist nicht lang. Und neben den immer gleichen Themen des Spielbetriebs, geht es bei zahlreichen Spieler*innen und deren Eltern um die Frage, wie es denn weitergeht. Beide Nachfragen kannst du mit einem informativen Elternabend reduzieren und dadurch auch deine Nerven schonen.

In diesem Blogartikel zeige ich dir, wie du ohne großen Aufwand einen Elternabend nach der Winterpause vorbereitest, der dir …

  • Struktur gibt
  • Sicherheit schafft
  • und eure Zusammenarbeit spürbar verbessert.

Denn ein gut geplanter Elternabend kann richtig Spaß machen und ist die halbe Miete für eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern und eine entspannte zweite Saisonhälfte. Und auch für diejenigen, die den Elternabend eher als lästiges Übel sehen, habe ich ein paar Impulse.

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Wenn Generationen aufeinandertreffen

Wie Erfahrung und frische Perspektiven das Ehrenamt im Amateurfußball stärken

Kurz vor Weihnachten habe ich mit Gerd Thomas, 1. Vorsitzender von FC Internationale Berlin und Karlos Khatib, verantwortlich für Verbandsentwicklung beim Landessportbund Berlin die Veranstaltung Ehrenamt mittendrin – Engagement im Berliner Sport ausgerichtet. Mehr als 60 Personen aus den verschiedenen Sportarten kamen zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, miteinander Erfahrungen auszutauschen und sich untereinander zu vernetzen. 

Das Thema Generationenmanagement im Sport hat dabei für viel Gesprächsstoff gesorgt. Also damit, wie junge Menschen und ältere Engagierte zusammenarbeiten, miteinander lernen und den Verein gemeinsam gestalten können. 

Lykka Maibaum, Jugendtrainerin bei FSV Hansa 07 und 2025 als Ehrenamtliche im Sport ausgezeichnet, hat betont, wie wichtig es ist, nicht von jung und alt zu sprechen, sondern eher von Personen, die viel oder wenig Erfahrung haben. Denn Erfahrungen können unabhängig des Alters vorhanden sein und eingebracht werden.  

Ihren Ansatz teile ich und spannend ist für mich dennoch die Frage: Warum fühlt sich diese Zusammenarbeit manchmal so schwer an, obwohl doch alle eigentlich das Gleiche wollen? Nämlich guter Fußball, Spaß am Spiel und ein lebendiges Vereinsleben.

In vielen Gesprächen mit Trainer*innen, Jugendleitungen, Eltern und Ehrenamtlichen wird deutlich, die Mischung aus jung und alt ist unglaublich wertvoll, aber eben auch herausfordernd.

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Reflexion ist für mich ein MUSS!

Warum ich meine Arbeit reflektiere und was du daraus für dein Ehrenamt mitnehmen kannst!

Wir sind mitten im Dezember und das ist heute die letzte Blogartikel in diesem Jahr. Der Dezember ist für mich immer die Zeit, in der ich ein bisschen langsamer werde, meinen Schreibtisch aufräume, Liegengebliebenes abarbeite und zurückschaue: Was ist dieses Jahr eigentlich alles passiert? Was lief gut, was war herausfordernd? Und was nehme ich mit ins nächste Jahr?

Genau darum soll es heute gehen. Ich nehme dich ein Stück mit hinter die Kulissen meiner Arbeit und zeige dir, warum Reflexion nicht nur ein schöner Jahresabschluss ist, sondern ein echtes Werkzeug, das auch deine Vereinsarbeit leichter, klarer und wirksamer macht und das du auch zum jedem anderen Zeitpunkt im Jahr anwenden kannst und solltest.

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Warum Netzwerken im Verein so wichtig ist!

Lerne deine Mitglieder kennen!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit Vorständen verschiedener Vereine ausgetauscht. Ein Satz ist mir dabei besonders hängen geblieben, weil er einerseits so simpel wirkt, andererseits aber enormen Impact hat:

„Was machst du eigentlich beruflich?“

Warum es so wichtig ist, Eltern und Mitglieder zu kennen

Für eine erfolgreiche Elternarbeit ist es entscheidend, die Eltern zu kennen. Ihnen einerseits genügend Informationen zu geben, damit sie verstehen, wie im Verein ehrenamtlich gearbeitet wird und warum ihr Engagement so wichtig ist. Und sie andererseits zu fragen, welchen Beruf sie ausüben, welche Kompetenzen sie mitbringen und wie sie Verein oder Mannschaften unterstützen können.

Denn: Jede*r hat Fähigkeiten, die der Gemeinschaft dienlich sind.

Aber nicht nur Eltern bringen Talente mit. Auch die vielen anderen Mitglieder eines Vereins sind wahre Kompetenz-Schatzkisten, man muss nur wissen, was in ihnen steckt.

Der aktuelle Sportentwicklungsbericht des Bundesinstituts für Sportwissenschaft  zeigt deutlich:

In vielen Vereinen mangelt es nicht an Mitgliedern, sondern an Menschen, die sich aktiv engagieren.

Dabei sind die benötigten Talente meist längst vorhanden. Nur weiß niemand davon.

  • Wer läuft mit Projektmanagement-Erfahrung über euren Sportplatz?
  • Wer kennt sich mit Social Media aus?
  • Wer ist handwerklich begabt oder organisiert beruflich Events?
  • Welche Spielerinnen möchten vielleicht als Co-Trainerinnen starten?

Die Antwort ist fast immer: Es gibt sie!
Doch viele Vereine wissen es nicht, weil schlicht niemand fragt.

Und genau hier beginnt erfolgreiche Vereinsarbeit. Wer seine Mitglieder kennt, kann sie besser einbinden. Das führt zu mehr Gemeinschaft, weniger Überlastung einzelner Ehrenamtlicher – Gerd Thomas hat dazu aktuell einen Artikel veröffentlicht und frischem Wind im gesamten Vereinsleben.

In diesem Blogartikel zeige ich dir drei Wege, wie Vereine die verborgenen Talente ihrer Mitglieder entdecken können.

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Ohne Nachwuchs kein Ehrenamt

So kannst du junge Ehrenamtliche langfristig binden

Der Amateursport lebt vom Engagement seiner Ehrenamtlichen – doch gerade junge Menschen brauchen heute andere Rahmenbedingungen, damit sie motiviert und langfristig dabeibleiben. In diesem Blogartikel geht es darum, wie Vereine und Eltern junge Ehrenamtliche stärken, unterstützen und an den Sport binden können, damit ihre Begeisterung erhalten bleibt.

Letzte Woche durfte ich 46 jungen Menschen einen Einblick in die Elternarbeit geben. Sie erwerben bei der Thüringer Sportjugend im Landessportbund Thüringen die DOSB-Jugendleiter*innenlizenz. Zwischen 16 und Anfang 20 Jahre alt, kommen sie aus den unterschiedlichsten Sportarten: Basketball, Volleyball, Schwimmen, Radsport, Fußball, Karate und vielen mehr. In ihren Vereinen arbeiten sie als FSJler*innen und absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr. Einige kennen ihren Verein bereits gut, weil sie dort schon zuvor als Trainerinnen oder Betreuerinnen aktiv waren – eine Teilnehmerin sitzt sogar im Vorstand ihres Vereins. Andere wiederum sind erst durch ihr FSJ in die Vereinswelt hineingewachsen und hatten bisher kaum Berührungspunkte mit Eltern.

Was sie alle eint, ist ihre Leidenschaft für das, was sie tun und das hat mich sehr beeindruckt.

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Das Ehrenamt braucht Kreativität

So findest du Ehrenamtliche

Ich war vor 2 Wochen beim Berliner Fußball-Verband und habe zusammen mit Gerd Thomas, Vorsitzender von FC Internationale Berlin, einen Impulsvortrag gehalten. Thema war Kommunikation zur Stärkung des Ehrenamts. Es waren knapp 30 Teilnehmende aus Vereinen und Verband unterschiedlichen Alters dabei. Nach dem ich einige Impulse vorgestellt habe, haben wir Raum gelassen, um uns auszutauschen und hinzuhören, was den einzelnen Menschen aktuell beschäftigt. Unser Angebot wurde erfreulicherweise dankbar angenommen.

Ein Gedanke, der mich persönlich angesprochen hat, war der, wie die Einbindung und Mitgestaltung in die Vereins- und Mannschaftsarbeit ermöglicht werden kann. Was genau damit gemeint ist und wie das im Einzelnen aussehen kann, erfährst du in diesem Blogartikel.

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