Begrüße die Eltern, die ihr Kind in Deinem Verein anmelden

Heute geht es darum, wie Vereine die Eltern ihrer Spieler*innen auf ihren Websites ansprechen. Ich berichte Dir von meiner Erfahrung der letzten drei Jahre und verrate Dir, wie wichtig eine Elternseite auf der Homepage Deines Vereins ist und warum Dein Verein eine haben sollte.

Möchtest Du lieber hören? Dann ist hier die dazugehörige Podcast-Episode für Dich.

In den letzten drei Jahren habe ich mir Homepages von mehr als 100 Vereinen – Amateur- und Breitensport sowie Bundesliga – angeschaut. Mein Augenmerk liegt dabei immer darauf, ob und wie der Verein die Eltern seiner Spieler*innen im Kinder- und Jugendfußball anspricht. Damit meine ich keine Infos, wie sich Eltern Fair Play verhalten sollen, sondern ob es eine freundliche Ansprache, Details zu Zusammenarbeit bzw. Elternarbeit und Kontaktdaten zu Ansprechpartnern gibt.

Und ich verrate nun kein Geheimnis, wenn ich sage, dass es bei wenigen Vereinen der Fall ist.

Was auch meine Umfrage bestätigt, die ich auf Facebook und LinkedIn durchgeführt habe. Auf beiden Portalen ist sie, diplomatisch formuliert, sehr zaghaft angenommen worden (an der Vergangenen haben sich innerhalb eines Tages 100 Teilnehmer beteiligt). Was mich nun zu folgendem Schluss kommen lässt:

Entweder ist das Thema noch nicht in das Bewusstsein von Vereinsvertretern gelangt oder ich habe in ein Wespennest gestochen, mit dem man sich – noch – nicht beschäftigen möchte.

Egal, was der Grund dafür ist, wir müssen darüber sprechen! Und dieser Artikel richtet sich an alle, die sich um das Leitbild und die Außenwirkung ihres Vereins kümmern.

Ganz zu Anfang eine Tatsache für Dich …

Im Kinder- und Jugendfußball spielen Mädchen und Jungen, die alle noch minderjährig sind. Das bedeutet, ohne die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten können sie sich nicht in Deinem Verein anmelden. Erst ab der A-Jugend, wenn sie volljährig sind, können sie das selbst entscheiden.

Deine Zielgruppe sind daher nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern! Bei ca. 2,2 Millionen Spieler*innen, die in Vereinen gelistet sind,  eine ganze Menge, die von ihren Eltern abhängig sind, die wiederum im Kinder- und Jugendfußball oftmals wenig Beachtung finden. Das ist so ähnlich, als wenn der Verkäufer beim Kauf eines neuen Autos sich nur auf den Ehemann konzentriert und nicht auch der Ehefrau auf Augenhöhe begegnet. Selbst schon erlebt und ein fataler Fehler … 🙂

Warum ist eine „Elternseite“ auf der Website Deines Vereins wichtig?

1. Je mehr Eltern über das Hobby ihres Kindes wissen, desto leichter lassen sie los!
Viele Eltern verhalten sich für Dich und die Ausübung Deines Trainerjobs anstrengend, nicht weil sie Dich ärgern wollen, sondern weil sie oftmals nicht wissen, was von ihnen verlangt wird. Ohne ausreichende Informationen reagieren sie in Situationen so, wie sie es für sich und ihr Kind in dem Moment für richtig halten. Ein sehr gesunder und normaler Elternreflex. Über die entsprechende Vorarbeit – transparente Aufklärung und Information – bekommen Eltern ein Gefühl für das Hobby ihres Kindes. Und bedenke immer: „Die Eltern vertrauen Dir ihr Heiligstes an … Ihr Kind!“

2. Wer nett begrüßt wird, fühlt sich wohl!
Begegnest Du jemanden zum ersten Mal, ist es ganz normal, sich mit „Hallo“ oder „Guten Tag“ zu begrüßen, zu betonen, dass Du Dich freust, dass Ihr Euch trefft, dass der Termin zustande gekommen ist, etc. Im Coaching nennt man das Joining, und meint damit eine Verbindung zwischen Coach und Coachee herstellen. Übertragen auf den Fußball zwischen Dir/Verein und den Eltern. Die direkte Ansprache, das Zeichen, dass Du Dich freust, dass sie sich für Euren Verein interessieren, dass sie in Dir einen Ansprechpartner haben, ist die Grundlage für den Aufbau eines wertschätzenden Gesprächs.

3. Sponsoren sind wichtig, Eltern auch!
Geld spielt auch im Kinder- und Jugendfußball eine große Rolle und Sponsoren sind extrem wichtig. Ohne sie könnten viele Vereine nicht überleben. Ihre Wichtigkeit wird durch die Präsenz auf Trikots, auf der Homepage und oftmals auf einer eigens eingerichteten Sponsorenseite betont. Ohne diese Sichtbarkeit geben die wenigsten Sponsoren ihre finanzielle Unterstützung.

Eltern sind ebenso Sponsoren!

Gerade im Kinderfußball sind sie diejenigen, die oftmals die Geldquelle für die Trikots auftun. Sie unterstützen ihr Kind, damit es seinen Sport ausüben kann. Sie investieren Zeit, Energie und Kraft. Ohne Eltern geht’s nicht im Fußball. Jedoch erhalten sie nicht die entsprechende Aufmerksamkeit. Das kann ganz schön verärgern. Vermeide diesen Ärger, indem Euer Verein es anders macht.

Was kannst Du tun?

Sei informativ und transparent und sprich die Eltern Deiner Spieler*innen direkt an. Damit gibst Du ihnen eine Sichtbarkeit und signalisierst ihnen, dass du sie wahrnimmst. Sie werden so Teil des Teams und fühlen sich dazugehörig. Lass sie sich ein Bild vom – möglichen – Sport ihres Kindes machen. So verschaffen sie sich bereits einen ersten Eindruck und können Überlegungen anstellen, ob der Fußball etwas für ihr Kind und sie selbst ist.

Bleiben wir noch mal beim Autokauf … Bevor Du in das Autohaus gehst, hast Du Dich bereits im Internet informiert, vielleicht schon mal eine Probefahrt gemacht, und gehst mit diesem Basiswissen und möglichen Fragen in das weitere Gespräch mit dem Verkäufer. Das gibt Dir viel mehr Sicherheit, als wenn Du ohne Infos jemanden vertrauen sollst, den Du nicht kennst.

Und so geht es den meisten Eltern, wenn sie ihr Kind in einem Verein anmelden.

Mit einer Seite auf Euer Website schaffst Du eine Basis in den gemeinsamen Dialog. Ein erster wichtiger Schritt ein wertschätzendes Miteinander aufzubauen, damit ihr gemeinsam ein Team werdet und erfolgreich und entspannt Eurer Aufgaben im Kinder- und Fußball nachgehen könnt.

Gleichzeitig verschafft sich Dein Verein ein Alleinstellungsmerkmal, da die wenigsten Vereine (siehe oben) diesen Weg der Erstkommunikation wählen.

Spätestens jetzt werden einige sagen, wann sollen wir denn das noch alles machen? Stimmt, vor allem als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Fußballverein hast Du eine ganze Menge zu tun. Dennoch möchte ich Dich darin bestärken, Dich diesem Thema zu widmen.

Denn …

  • es ist ein einmaliger Aufwand.
  • die Seite bedarf keiner beständigen Pflege.
  • Dein Verein investiert in ein gutes Miteinander mit den Eltern.
  • Dein Verein verschafft sich ein Alleinstellungsmerkmal.

 


 

Solltest Du gemeinsam mit Deinem Verein zu der Entscheidung kommen, dass Ihr die Eltern Eurer Spieler*innen herzlich willkommen heißen wollt, dann kannst Du Dich mit Hilfe der Tipps und Impulse selbst ausprobieren oder Du trägst Dich auf die Warteliste des Live Online Trainings In 4 Schritten zur Elternseite auf Deiner Vereinshomepage ein und erhältst weitere Informationen.

Du erfährst …

  • wie Du in 4 Schritten Eure Landingpage für Eltern entwickelst.
  • wie Du Infos kurz und knapp verfasst.
  • wie Du Dir Klarheit über die Zusammenarbeit mit den Eltern verschaffst.
  • wie Du über die Seite für Nachhaltigkeit sorgst.

Ja, ich will auf die Warteliste!

 

PS. Möchtest Du mehr über mich erfahren? Dann schau hier vorbei.