Wie du mit klaren Erwartungen Elternarbeit entspannter und wirksamer gestaltest
„Wir sprechen so viel mit den Eltern und trotzdem läuft es bei uns nicht gut.“ Oder: „Kann ich klar sagen, was ich von Eltern erwarte?“
Das sind zwei typische Aussagen von Trainer*innen, die ich auch in meinen Workshops gehört habe. Bei näherer Betrachtung kommt schnell heraus: Es geht um Erwartungen und Erwartungshaltungen. Denn über diese wird in den meisten Fällen nicht klar miteinander gesprochen. Sie werden teils vorausgesetzt und führen dann nicht zum gewünschten Ziel. Übrigens auf beiden Seiten.
Da uns das Thema nicht nur im Kinder- und Jugendfußball, sondern überall in unserem Leben begegnet, möchte ich in meinem heutigen Blogartikel darüber schreiben, was genau Erwartungen sind, warum du deine Erwartungen kennen solltest und warum es wichtig ist, sie klar zu formulieren.
Elternarbeit im Kinder- und Jugendfußball ist ein sensibles Feld. Nicht, weil Eltern grundsätzlich schwierig wären, sondern weil hier Emotionen, Hoffnungen und Erwartungen aufeinandertreffen. Und zwar häufig unausgesprochen.
Alle wollen im Kern dasselbe:
- dass Kinder Spaß haben
- sich entwickeln
- sich wohlfühlen
Und trotzdem knirscht es immer wieder am Spielfeldrand, nach Spielen, in WhatsApp-Gruppen.
Für mich stellt sich daher die Frage:
Warum fällt es uns so schwer, Erwartungen in der Elternarbeit klar zu benennen, obwohl sie so viel verändern können?
Bevor wir uns die Frage näher anschauen, lass uns damit beginnen, was Erwartungen überhaupt sind.
