Ein diverser Vorstand entsteht nicht zufällig

Letzten Monat war ich im Rahmen der Lit.Cologne bei einer Lesung, und sie hieß “Bye Bye Thomas”. Da ging es um Machtverhältnisse und u.a. darum, dass immer ein Thomas, den gleichen Thomas als Nachfolge wählt, meistens in seinem eigenen Netzwerk sucht, gar nicht über den Tellerrand guckt und damit eben Vielfalt und neue Blickwinkel total schwierig sind.

Marie-Christine Knop, eine Moderatorin, die ich wirklich schätze und liebe und zu deren Veranstaltung ist super, super gerne gehe, hat dazu die Journalistin Eva Thöne, Anna Sophie Herken, Vorständin der GIZ und ehemalige Allianz-Managerin und die Grünen-Politikerin Ricarda Lang interviewt. Ich fand dieses Thema total spannend und während ihr so zuhörte, kam mir der Gedanke, dass sich das auch in den Vereinen wiederfindet. 

Zum Beispiel dann, wenn es um die Nachfolge geht. Da wird ganz schnell auch immer im gleichen Gewässer gefischt und wenn sich jemand findet, ist es meist ein ähnlicher Typ wie der Vorgänger. Die Bestrebungen sind bei vielen nach einem ähnlichen Nachfolger zu suchen. Etwas, was wir ja aus der Wirtschaft schon sehr, sehr lange kennen.

In Führungspositionen in den Vorständen der 160 DAX-Unternehmen sitzen 555 Männer. Und davon sind aber nur 136 Frauen. Und es gibt mehr CEOs, die Christian heißen, als es Frauen an der Spitze gibt.

Und das ist etwas, was eben ein Fakt ist. 

Ich habe aus dem Abend ein paar Anregungen mitgenommen, die ich heute mit dir teilen möchte. Vielleicht lassen sie dich weiterdenken und du nimmst etwas für deine Arbeit mit.

Um einen diversen Vorstand zu gewinnen, reicht es nicht, einfach „offen zu sein“. Vereine müssen aktiv Strukturen verändern und gezielt Menschen ansprechen, die bisher oft außen vor bleiben. Ich habe ein paar Impulse mitgebracht, die euch dabei helfen.

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